Potenzmittel im Vergleich

Potenzmittelarten


Potenzmittel Viagra

Mit dem sogenannten Sildenafil, im Volksmund auch unter Viagra bekannt, wurde ein oral anwendbares Pharmakon mit einem neuen Wirkmechanismus zur Behandlung der erektilen Dysfunktion ( Erektionsstörung) eingeführt.
Entwickelt und auf den Markt gebracht, wurde dieses Pärparat durch die US-amerikanische Firma Pfizer.
Sildenafil wirkt als Hemmstoff der sogenannten Phosphodiesterase 5 (PDE 5), ein Enzym im menschlichen Körper. Dieses Enzym ist vor allem in den Schwellkörper- Arteriolen lokalisiert und wirkt als Hemmer für das sogenannte cGMP( zyklisches Guanosinmonophosphat ) das von den Muskelzellen im Schwellkörper z.b. bei einer Erregung gebildet wird.
Die Hemmung der Phosphodiesterase führt zu einem Anstieg der cGMP Konzentration im Schwellkörper und zu einer besseren Durchblutung..
Das Resultat ist, das Sildenafil bei einer normalen sexuellen Stimulation zu einer erhöhten Erektion führt.
Dieses Mittel wirkt allerdings nur bei einer bereits vorhandenen sexuellen Erregung des Patienten und wenn die Muskelzellen im Schwellkörper vermehrt cGMP ausschütten.
Bei der Einnahme von Sildenafil können Nebenwirkungen auftreten. Dabei handelt es sich vor allem um Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Sehstörungen, Übelkeit und Herabsetzung des Reaktionsvermögens.


Potenzmittel Cialis

Ein zu Viagra in Konkurrenz getretenes Potenzmittel heißt Cialis oder auch Tadalafil.
Tadalafil wirkt ähnlich wie Viagra und ist ebenfalls ein PDE 5 Hemmer. Es kommt zu einer besseren Durchblutung und damit zu einer schnelleren Erregung.
Ausgehend von der chemischen Struktur sind Sildenafil und Tadalafil unterschiedlich. Tadalafil hat mit 17, 5 Stunden eine wesentlich höhere Halbwertszeit (=Zeit bis die Hälfte des Präparates im Körper abgebaut ist) und kann deshalb länger wirken als Sildenafil.

Tadalafil darf unter keinen Umständen mit nitrathaltigen Stoffen und Präparaten eingenommen werden. Hierzu zählen beispielsweise Herzmedikamente. Die Wirkungen könnten sonst erhebliche Folgen nach sich ziehen, wie z.b. einen akuten Blutdruckabfall.

Tadalafil ist verschreibungspflichtiges Potenzmittel und seit November 2002 in Europa erhältlich.


Potenzmittel Androxan

Ein Potenzmittel das auf rein pflanzlicher Basis geschaffen wurde, ist das Androxan. Schon früher bei den Naturvölkern wurde Androxan als potenzsteigendes Mittel verwendet und hat daher eine lange Tradition. Die Wirkung ist relativ leicht erklärbar. Die Testosteronproduktion des männlichen Körpers soll angeregt werden und zu höheren Konzentrationen dieses Sexualhormons führen.
Der Hauptbestandteil dieses Präparates ist die Schizandra- Beere die vor allem im Ostasiatischen Raum vorkommt und früher nur Kaisern und Regierende vorbehalten war.

Da Androxanprodukte größtenteils als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft wurden, kann es rezeptfrei gekauft werden.
Zum heutigen Zeitpunkt sind keine Nebenwirkungen bekannt.


Potenzmittel Uprima

Das potenzsteigernde Mittel Uprima zeichnet sich durch den Wirkstoff Apomorphin aus und wirkt nicht als PDE 5 Hemmer..Vergleich Potenzmittel
Apomorphin ist ein Derivat des Morphins und wirkt als Dopamin- D2-Rezeptor- Agonist in verschiedenen Gebieten der Hirnrinde.
Uprima wirkt im zentralen Nervensystem schnell und sicher gegen Potenzstörungen.
Die potenzsteigernde Wirkung entfaltet sich vor allem, wenn das Präparat oral aufgenommen und gelutscht wird. Hierbei nehmen dann die Mundschleimhäute den Wirkstoff Apomorphin auf.
Das Gehirn nimmt den Impuls, der durch Apomorphin gegeben wurde, entgegen und löst eine Erektion beim Mann aus.

Der Vorteil dieses Potenzmittelpräparates ist, das die Wirkung nicht wie bei Viagra oder Cialis erst nach ca. einer Stunde eintritt, sondern bereits nach 15 Minuten.
Tabletten die Apomorphinhaltig sind, sind verschreibungspflichtig.
Nebenwirkungen können Übelkeit und Kopfschmerzen sein.



Potenzmittel Levitra

Levitra ist der Handelsname für ein Potenzmittel der Firma Bayer, welches 2003 auf dem Markt erschien. Dieses Potenzmittel enthält den Arzneistoff Vardenafil.
Vardenafil gehört genauso wie Tadalafil und Sildenafil zu den Hemmern der Phosphodiesterase 5.
Somit ist auch hier die Wirkung durch eine Förderung der Durchblutung des Schwellkörpers erkennbar.
Vardenafil wird oral als Tablette aufgenommen.
Die gleichzeitige Einnahme von Vardenafil mit nitrathaltigen Medikamenten oder Stickstoff-Monoxid-Donatoren ist kontraindiziert, wie bei allen PDE 5 Hemmern. Das heißt, das PDE 5 Hemmer die blutdrucksenkende Wirkung von Nitraten verstärken und es so zu lebensbedrohlichen Blutdrucksenkungen kommen kann.
Es wurde in Studien festgestellt das Vardenafil recht gut verträglich ist. Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Hautrötungen und Nasenschleimhautentzündungen können aber auftreten.


Zukünftiges potenzsteigerndes Mittel Bremelanotid

Bremelanotid ist ein Potenzmittel welches sich noch in der Entwicklungsphase befindet. Dieses Mittel soll nicht als PDE 5 Hemmer wirken, sondern einen neuen Weg der sexuellen Stimulierung einschlagen.
Bremelanotid gehört zu der Gruppe der sogenannten Melanocortin-Agonisten.
Es entfaltet seine Wirkung im Gehirn, genauer gesagt im Hypothalamus. Hier wurden Regionen gefunden die für das Lust- und Glücksempfinden verantwortlich sind.
Bremelanotid soll auf diese Region wirken und das sexuelle Verlangen steigern.
Allerdings befindet sich dieses Präparat noch in der Forschungs- und Entwicklungsphase und wird erst ab der zweiten Jahreshälfte 2007 auf dem Markt erhältlich sein.

Bei den derzeitig bekannten Nebenwirkungen handelt es sich um ein erhöhtes sexuelles Verlangen sowie eine erhöhte Erektion. Vergleich Potenzmittel